Profi-Tipps:
Die folgenden Tipps sind nur für User geeignet, die sich mit ihrem System auskennen und wissen, was sie tun! Teile hiervon werden direkt in der Registry (Registrierung) durchgeführt, andere befassen sich mit Systemdiensten.
Wenn ein nicht so erfahrener User sich an diesen Tipps versuchen will:
Auf
http://www.xteq.com/ gibt es das Freeware-Tuning-Utility X-Setup, mit dem sich einige der hier genannten Einstellungen per Mausklick ebenfalls vornehmen lassen. Und dazu noch ein paar hundert andere
Unnötige Dateiattribute des NTFS Dateisystems deaktivieren (Nur NTFS)
NTFS hat standardmäßig einige Attribute aktiviert, die das Dateisystem etwas verlangsamen. Diese kann man deaktivieren.
1. Das "Last Access" Attribut
Dieses Attribut wird immer aktulisiert, wenn auf eine Datei zugegriffen wird (nicht verwechseln mit dem Dateiattribut "Last Changed" (letzte Änderung) das durchaus wichtig ist). Das kann das System spürbar ausbremsen. Benötigt wird dieses Attribut eigentlich nur in großen Netzwerken und auf Servern. Deshalb kann es ausgeschaltet werden. Dazu muß man sich im Registrierungseditor (regedit.exe) zu folgendem Schlüssel durchklicken:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Contro l\FileSystem
Dort legt man einen neuen Dword-Eintrag namens NtfsDisableLastAccessUpdate und setzt dessen Wert auf 1 .
2. Das Erzeugen von zusätzlichen 8+3 Namen (also 8 Buchstaben für den Name + 3 für die Extensions) deaktiveren
Um Windows zu Vorgängerversionen kompatibel zu halten, wird zu jedem Dateiname, der nicht der ursprünglichen 8+3 Namenskonvention entspricht, ein zusätzlicher 8+3 Name erzeugt. Das sieht dann z.B. so aus: für Testprogramm.exe wird im Dateisystem zusätzlich der Name Testpr~1.exe angelegt. Dieser wird aber, außer man verwendet noch alte 16 – Bit Programme nie benötigt. Wenn ihr also keine alten 16-Bit (DOS + Windows 3.1x) Programme mehr auf eurem Rechner habt (und das sollte mittlerweile eigentlich Standard sein), die der 8 + 3 Namenskonvention nicht entsprechen, benötigt ihr das nicht. Und die meisten alten Programme entsprechen eh dieser 8+3 Regel. Somit kann man auch meist bedenkenlos abschalten. Das geht in folgendem Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Contro l\FileSystem
Dort den Wert des Eintrages NtfsDisable8dot3NameCreation auf 1 ändern oder den DWord Schlüssel mit dem Wert 1 anlegen, wenn er noch nicht vorhanden ist.
Speicher für I/O (Input/Output) Operationen erhöhen (Dateisystem egal)
Die Windows-Voreinstellung für diesen Wert sind lächerliche 512 KB. Dabei kann diese Option das Dateisystem stark beschleunigen. Wenn ihr also etwas RAM übrig habt, solltet ihr den Wert erhöhen. Bedenkt aber bitte, daß dieser RAM dann für Anwendungen nicht mehr zur Verfügung steht.
Ich gebe mal folgende Richtlinie:
128 MB RAM: 8192 KB
256 MB RAM: 16384 KB
512 MB RAM: 32768 KB
1024 MB RAM: 65536 KB
Zu finden hier: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Contro l\Session Manager\Memory Management
Der DWord Schlüssel heißt: IoPageLockLimit
Darauf doppelklickt ihr, stellt die Anzeige auf Dezimal und gebt den für euch passenden Wert ein.
Beispiel: euer PC hat 512 MB Ram, also stellt ihr die Anzeige auf Dezimal und gebt 32768 in das Feld ein.
Achtung: ihr müßt unbedingt, bevor ihr den Wert eingebt, die Anzeige von Hexadezimal auf Dezimal umstellen. Wenn ihr den Wert als Hexadezimalzahl eingebt, wird etwas sehr schlimmes passieren
Unnötige Diesnste deaktivieren oder auf manuell stellen
In der Systemsteuerung kann man unter Verwaltung/Dienste festlegen, welche Services beim Systemstart "automatisch" geladen werden, welche vom System nur bei Bedarf ("Manuell") gestartet werden und welche "deaktiviert" sind. Folgende Dienste dürfen auf keinen Fall deaktiviert werden, sondern müssen immer auf automatisch stehen bleiben, da Windows sonst nicht mehr starten würde:
Arbeitsstationsdienst
Ereignisprotokoll
Geschützter Speicher
Plug & Play
Remoteprozeduraufruf (RPC)
Sicherheitskontenverwaltung
Dazu kommen noch diverse Dienste, die es nicht in jeder Windows-Version gibt (bzw. nicht in jeder Windows Version dort aufgeführt sind, beispielsweise DCOM) und natürlich individuelle Dienste beispielsweise für den Internetzugang oder/und das Netzwerk oder Virenscanner, die bei jedem User anders sind. Deshalb sollte man sich über alle Dienste im Internet informieren. Es gibt genug Seiten, die die Bedeutung von jedem einzelnen Dienst einzeln sehr detailliert erklären. Keinesfalls sollte man die Startart von Diensten ändern, von denen man die Bedeutung nicht kennt. Generell ist es aber bei den folgenden Diensten nicht gefährlich, sie zu deaktivieren:
Automatische Updates
Indexdienst
Nachrichtendienst
Remote-Registrierungsdienst
Routing und RAS
Taskplaner
Wenn nur die wirklich erforderlichen Dienste laufen, arbeitet der PC nicht nur schneller (geringerer RAM-Verbrauch, weniger Schreib- und Lesezugriffe auf die Festplatte), sondern ist auch weniger von außen angreifbar. Das Abschalten des Nachrichtendienstes schützt beispielsweise vor Spam-Popup-Meldungen aus dem Internet, wenn keine Firewall vorgeschaltet ist .
Wenn man auf das speicherfressende Windows XP Theme verzichten kann, empfiehlt es sich, den Themes-Dienst ebenfalls zu deaktivieren. Dazu geht man folgendermaßen vor: Rechtsklick auf den Desktop und dort im Kontextmenü Eigenschaften auswählen. Dort sollte man gleich im ersten Tab unter Themes Windows klassisch auswählen. Dann wechselt man wieder zurück zu der Dienstverwaltung und stellt den Dienst Themes auf Deaktiviert. Man kann ihn natürlich, wenn man nicht generell auf das Theme verzichten will – um Speicher für Battlefield zu sparen - auch mit einem Klick auf Beenden nur bis zum nächsten Neustart deaktiveren.